

Ressourcen
Was dich trägt, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt.
Selbst in Phasen tiefer Einsamkeit sind meist mehr Kraftquellen in dir vorhanden, als du im Moment spüren kannst. Wenn Verbindung fehlt oder sich alles schwer anfühlt, rücken die eigenen Stärken, Erfahrungen und Fähigkeiten oft in den Hintergrund.
Ressourcen bewusst wahrzunehmen bedeutet nicht, stark sein zu müssen. Es geht vielmehr darum, sich daran zu erinnern, was dich bisher getragen hat – vielleicht leise, vielleicht unscheinbar, aber wirksam. Das können persönliche Eigenschaften sein, hilfreiche Erfahrungen, vertraute Menschen, Routinen oder Orte, an denen du dich sicher fühlst.
Werden diese Ressourcen sichtbar, entsteht wieder ein Gefühl von Stabilität und innerer Sicherheit. Sie bilden eine wichtige Grundlage, um Vertrauen aufzubauen – in dich selbst und in deine Möglichkeiten.
Von hier aus kann es leichter werden, neue Schritte zu wagen, auf andere zuzugehen oder Veränderungen behutsam anzugehen. Auch kleine Schritte können das Gefühl von Stärke und Handlungsfähigkeit spürbar wachsen lassen.
Praktische Impulse zur Stärkung deiner Ressourcen– sanft & alltagstauglich
1. Zurückblicken
Frage dich: Was hat mir in schwierigen Zeiten früher geholfen? Oft sind Ressourcen schon da – sie wurden nur vergessen.
2. Benennen statt bewerten
Schreibe drei Dinge auf, die dir grundsätzlich guttun – auch wenn sie sich gerade weit weg anfühlen.
3. Unterstützung mitdenken
Ressourcen sind nicht nur innerlich. Auch Gespräche, Begleitung oder feste Termine können Halt geben.
4. Klein anfangen
Eine vertraute Handlung, ein Spaziergang, ein Ritual – kleine Anker können viel Stabilität geben.
Was dich trägt, muss nicht laut sein.
Manchmal muss es nur wiederentdeckt werden.